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Sonntag, den 18. Februar 2018, 11:47 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Dombesichtigung mit Weihbischof Matthias König

Am Samstag hatten die Ehrenamtlichen und Mitarbeiter die Möglichkeit, einmal eine etwas andere Domführung zu erleben.

Seit einigen Jahren wird als Dankeschön für die Arbeit in der Gemeinde in unregelmäßigen Abständen ein Ehrenamtstag ausgerichtet. Bei den letzten Gelegenheiten waren es jeweils Zusammenkünfte in der Gemeinde - dieses Mal ging es nach Paderborn.

Nun ist eine Domführung für viele “nichts Besonderes” mehr, Paderborn ist nur wenige Minuten entfernt und auch der Dom ist allen bekannt. Denkste! Eine Domführung von niemand Geringerem als Herrn Weihbischof Matthias König ist da doch etwas ganz Anderes. Vom Paradiesportal ging es in das Diözesanmuseum, wo Weihbischof König auf beeindruckende Weise die Entstehung der Bischofskirche, des Bistums, die Übertragung der Gebeine des Hl. Liborius und die weitere Entwicklung in den vielen Jahrhunderten schilderte. Das alles anhand der Exponate im Museum, die so erst richtig mit Leben gefüllt wurden! 1.000 Jahre alte Stoffe, 500 Jahre alte Gewänder, die Entwicklung des Selbstverständnisses der Bischöfe über die Jahrhunderte, sichtbar anhand der Bischofsstäbe und Mitras u.v.a.m. - da wurde Geschichte ganz lebendig und greifbar.

Illustration

Im Dom ging es zunächst hoch zur Turmorgel, einer von insgesamt drei Orgeln im Dom, die zentral gespielt werden können. Dort gab es einen tollen und nicht alltäglichen Blick auf den Innenraum des Doms zu erleben. Der Dom, an dessen Stelle schon 799 beim Zusammentreffen von Papst Leo III. mit König Karl d. Großen eine große Kirche stand, hat sich immer wieder verändert und verändert sich auch heute noch immer weiter, ganz anschaulich u.a. auch an modernen Kirchenfenstern zu sehen. Die Bischofskirche wurde in den ersten Jahren wiederholt durch Feuer zerstört und wieder neu aufgebaut. In der Neuzeit wurde er durch das Bombardement im Zweiten Weltkrieg massiv getroffen. Weihbischof König sagte, es sei beeindruckend, dass die Paderborner sofort nach dem Krieg schon mit dem Wiederaufbau ihres Domes begonnen hätten. Der Dom ist eine Kathedrale, in ihm findet sich also die Kathedra, der Sitz (ja, der Stuhl ist damit gemeint) des Erzbischofs von Paderborn. Von ganz oben ging es nach ganz unten für uns in die Ausgrabungen des Doms: 1.000 Jahre alte Bodenfliesen, Brandspuren aus dem Jahr 1.000 - man ahnt gar nicht, was sich “unter” dem Dom versteckt.

Von den Ausgrabungen ging es zurück in die “Oberwelt” des Doms - vom Reliqiuar des Hl. Papst Johannes Paul II., der nach Leo III. im Jahr 799 als zweiter Papst im Jahr 1996 Paderborn besucht hat, in eine der Seitenkapellen, hinein in die Krypta, die das Reliquiar des Bistumspatrons, des Hl. Liborius, beinhaltet. Es ging weiter in den Hochchor, in die frisch renovierte Sakristei und schließlich auf den Kapitelsfriedhof.

Zwei Stunden waren schnell vorbei - gefüllt mit vielen Eindrücken und dem beeindruckenden Wissen rund um Dom und Bistum, das Weihbischof Matthias König präsentieren konnte.

Als kleine Geste und Erinnerung an unsere Gruppe haben wir dem Weihbischof eine Kerze mit den Motiven unserer “kleinen” Pfarrkirche St. Alexander und der Kapelle St. Luzia überreichen können. Ihm gebührt großer Dank für die Bereitschaft, uns dem Dom einmal ganz anders zu zeigen.

Zum Abschluss hat die Gruppe aus der Kirchengemeinde an der Vesper im Dom teilgenommen.

Vom Besuch in Paderborn sind 28 Fotos online (hier klicken). Aus rechtlichen Gründen finden sich unter den Fotos keine Abbildungen vom Inneren des Diözesanmuseums.


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