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Mittwoch, den 16. Oktober 2002, 20:00 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Weihbischof Becker eröffnet Studienjahr

Mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Markt- und Universitätskirche und der Akademischen Jahresfeier im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn eröffnete Diözesanadministrator Weihbischof Hans-Josef Becker das neue Studienjahr. Weihbischof Becker, der nach dem Tod des Erzbischofs Johannes Joachim Kardinal Degenhardt die Aufgaben des Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät übernommen hat, wünschte den Lehrenden und Studierenden ein ertragreiches akademisches Jahr. Er begleite die Arbeit der Fakultät mit viel Interesse und großem Wohlwollen. Aufgabe der Fakultät sei es, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und mit Hilfe der Philosophie die Möglichkeiten und Grenzen der Erkenntnis aufzuzeigen. Die Fakultät stelle einen Ort dar, der offen sei für theologisches und philosophisches Lernen und Reflektieren. Für die Erkenntnis der Wahrheit seien Theologie und Philosophie von zentraler Bedeutung.

Zu Beginn seines Berichts über das vergangene Studienjahr konnte der scheidende Rektor Prof. Dr. Knut Backhaus zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Religion, Wissenschaft und Politik begrüßen, zu denen unter anderen Dr. theol. h.c. Emil Stehle, emeritierter Bischof von Santo Domingo de los Colorados in Ecuador und Ehrendoktor der Theologischen Fakultät zählte. Kurz skizzierte der Rektor die wichtigsten personellen und strukturellen Veränderungen des letzten Studienjahres. Die Fakultät habe wichtige Reformprojekte vorangetrieben. Die Statuten und zahlreiche Ordnungen seien grundlegend überarbeitet worden und die Studienordnungen des im Aufbau befindlichen Instituts für Philosophie würden mittlerweile entscheidungsreif vorliegen. Insgesamt sei die Kooperation mit der Universität Paderborn intensiviert und der akademische Standort Paderborn damit gestärkt worden. Neuberufen wurden Dr. theol. habil. Herbert Haslinger zum Professor für Pastoraltheologie und Homiletik sowie Dr. theol. Lic. Psych. Klaus Baumann zum Professor für Angewandte Humanwissenschaften.

Im Anschluss an seinen Bericht überreichte Rektor Backhaus Dr. theol. Axel Schmidt, Warendorf, seine Habilitationsurkunde und seine Ernennung zum Privatdozenten für Dogmatik und Dogmengeschichte. Promoviert wurden Marcus Böhne, Blomberg, und Markus Kneer, Kirchhundem, sowie die Priester Andrzey Hryckowian aus Polen und Martin Ibeh aus Nigeria. Zudem erhielten 14 Diplomanden im Studiengang Katholische Theologie und acht Diplomanden im Diplom-Aufbaustudiengang Caritaswissenschaft ihre Urkunden. Der von der Bank für Kirche und Caritas gestifteten Friedrich-Spee-Preis wurde in diesem Jahr doppelt vergeben. Er ging an Dr. Thomas Witt, Delbrück, für seine Dissertation „Repraesentatio Sacrificii. Das eucharistische Opfer und seine Darstellung in den Gebeten und Riten des Missale Romanum 1970. Untersuchungen zur darstellenden Funktion der Liturgie“ und an Dr. Markus Kneer für seine Dissertation „Die dunkle Spur im Denken - Antijudaismus und Rationalität“. Nach der Vergabe der Urkunden übergab Prof. Backhaus die Rektoratskette an seinen Nachfolger Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern.

Der neue Rektor hielt anschließend den Festvortrag zum Thema „Theologie und die bildende Kunst der Gegenwart - Bericht über einen Dialogversuch“. Der Theologie müsse es darum gehen, die Kunst als ein Medium zu begreifen, das ebenso wie das Wort religiöse Inhalte vermittele. Das Christentum sei zwar eine Religion des Wortes, doch dürfe die Macht der bildenden Kunst für die Verkündigung nicht unterschätzt werden. Der Dialog zwischen Theologie und Kunst könne nur dann gelingen, wenn keiner der beiden Dialogpartner vereinnahmt würde. Die Theologie müsse das Wort und die Kunst sehen, beide zueinander in Bezug setzen und dann reflektieren, welche Inhalte das Wort und welche Inhalte die Kunst auf ihre je eigene Weise erschließen könnten.

Quelle: Erzbistum-Paderborn.de


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