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Mittwoch, den 10. August 2005, 19:28 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

WJT: Jugendlichen wird Einreise verweigert - Bischof von Limburg: "Ein Skandal"

Es hat nicht wirklich mit unserer Gemeinde zu tun, aber es stinkt so gewaltig, dass es auch hier noch zu riechen ist. Die für die Einreise von Jugendlichen zum Weltjugendtag zuständigen Behörden verweigern Pilgern zum Weltjugendtag die zur Einreise erforderlichen Visa, wie das Bistum Limburg zu berichten weiß:

Die Entscheidung erreichte das Bistum Limburg am Dienstagmittag, 9. August 2005, per E-Mail: Die in Frankfurt-Unterliederbach und Stromberg erwartete Delegation aus dem Partnerbistum Kumbo in Kamerun erhält endgültig keine Visa und kann damit weder am Weltjugendtag noch am Partnerschaftsprogramm im Bistum teilnehmen. […] Damit sind die seit Freitag laufenden Bemühungen des Bistums ergebnislos geblieben, der Gruppe doch noch die Reise nach Deutschland zu ermöglichen. Auch intensive Gespräche mit dem Auswärtigen Amt bis zum frühen Abend konnten daran nichts mehr ändern.

Verärgert ist man in Limburg über das Verfahren und die Begründung der Visaablehnung: Den Jugendlichen fehle die wirtschaftliche und familiäre Verwurzelung in Kamerun. Als Argument für die fehlende Rückkehrwilligkeit wurde unter anderem das zu geringe Einkommen und dass der Betroffene noch nie gereist sei, benannt. Winfried Montz, Leiter des Referates Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat Limburg: "Bei der Gruppe handelt es sich nicht um uns völlig unbekannte Personen, sondern um junge Leute, zu denen wir und die Gruppen in Unterliederbach und Stromberg seit langem Kontakt haben und die wir auch schon besucht haben. Sie wurden von Pfarrgemeinderäten und Einrichtungen als Delegierte ausgewählt und haben die ausdrückliche Empfehlung ihres Bischofs." […]

Völlig unverständlich ist es den Verantwortlichen in Limburg, dass Visaentscheidungen erst unmittelbar vor der geplanten Abreise zum Weltjugendtag getroffen werden, was kaum Widerspruch zulässt im Fall der Ablehnung wie bei der Gruppe aus Kamerun zu hohen Stornogebühren bei den Flugtickets führt.

Probleme mit der Visaerteilung gibt es auch in anderen Fällen. Keine Chancen, ihre Visa noch rechtzeitig zu bekommen, hat wohl auch eine 12-köpfige Gruppe aus dem Kongo, die erst nach telefonischer Intervention aus Limburg im Konsulat vorgelassen wurde. Weil sie keine Chancen sahen, ein Visa zu bekommen, mussten bereits vor wenigen Wochen junge Haitianer ihre geplante Reise zum Weltjugendtag absagen.

Quelle und kompletter Artikel: Internetseiten des Bistums Limburg

Es folgt ein Artikel der KNA:

Als "Skandal" hat der katholische Limburger Bischof Franz Kamphaus die restriktive Visa-Praxis der deutschen Botschaft in Kamerun gegenüber Teilnehmern des Weltjugendtags kritisiert. Gerade von "Leuten, die permanent für offene Grenzen eintreten", dürfe Europa nicht zur Festung gemacht werden, sagte der Bischof an die Adresse des Auswärtigen Amtes in Berlin gerichtet. Nach Angaben der Diözese Limburg haben zwölf junge Leute aus dem Partnerbistum Kumbo in Kamerun kein Visum für den Weltjugendtag erhalten. Zuvor hätten bereits 600 erwartete Gäste von den Philippinen keine Erlaubnis für eine Reise zum WJT bekommen.

Anmerkung:
Der oben wiedergegebene Einleitungstext stellt die persönlich Meinung von Christian Hölscher, dem Verfasser, dar. Die darin wiedergegebene Bewertung repräsentiert nicht zwingend die Meinung der Kath. Kirchengemeinde St. Alexander, Iggenhausen und Grundsteinheim.


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