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Donnerstag, den 27. Mai 2004, 18:26 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Pfingstbrief von Erzbischof Becker

Erzbischof Hans-Josef Becker spricht im diesjährigen Pfingstbrief über die Bedeutung der Taufe.

Die besondere Bedeutung der Taufe für das Leben jedes Christen hat Erzbischof Hans-Josef Becker in seinem Pfingstbrief hervorgehoben. Der Titel des diesjährigen Briefes an die Ehrenamtlichen in den Gemeinden lautet „Der neue Mensch“.

Durch das Sakrament der Taufe werde der Christ in eine neue Lebenswirklichkeit eingetaucht, die durch Tod und Auferstehung Jesu begründet worden sei. In dieser Lebenswirklichkeit habe Gott durch alle Brüche, Grenzerfahrungen, Schwächen und Schuld hindurch sein JA zu jedem einzelnen Menschen bekräftigt. „Durch die Taufe darf ich mich in einer neuen Weise als von Gott geliebt und bedingungslos angenommen wissen und kann gestärkt meinen eigenen Weg durch das Leben gehen: der Vollendung entgegen – und zwar als neuer Mensch!“, so der Erzbischof. Diese Tiefendimension des Christseins gelte es zu betrachten, um daraus Kraft für den Weg als glaubende Menschen in der Gemeinschaft der Kirche zu schöpfen.

Unabdingbar für ein lebendiges Christsein aus dem Geist des Getauftseins sei die Verbundenheit mit Gottes Wort. Als Beispiel führte Erzbischof Becker hier den Apostel Philippus an, der gemäß der Apostelgeschichte (Apg 8, 26-40) einem Äthiopier das Evangelium verkündet und so in ihm das Bedürfnis nach der Taufe weckt. Wie den Aposteln damals sei das Wort Gottes heute allen glaubenden Menschen in der Gemeinschaft der Kirche anvertraut. „Uns selbst mit dem Evangelium vertraut(er) zu machen und es anderen Menschen vertraut(er) zu machen“, solle daher ein Anliegen aller Getauften sein.

Gerade dieses Anliegen trete jedoch hinter die massiven Veränderungen zurück, denen sich das kirchliche Leben derzeit ausgesetzt sehe. Auch wenn die Wandlungsprozesse nur unter dem Einsatz aller Kräfte bewerkstelligt werden könnten, dürfe die Innerlichkeit nicht verloren gehen. Trotz großer Einsatzbereitschaft in der Verkündigung des Evangeliums seien „die Wachheit für das Suchen vieler Zeitgenossen und der missionarische Elan eines Philippus bei uns sicher noch ausbaufähig“.

Erzbischof Becker erinnert in diesem Kontext an die erstmalige Begegnung mit neu getauften Erwachsenen, die am 2. Mai in Paderborn stattfand. Vielfältige und jeweils einzigartige Berufungsgeschichten habe er bei diesem Treffen entdecken dürfen. Diese Begegnungen seien für ihn Anlass, die bereits getauften Christen in den Gemeinden nach der Quelle ihres Glaubens zu fragen. Er lädt ein, dies in Gruppengesprächen in den Gemeinden zum Thema zu machen. „Was würde ich einem Taufbewerber antworten, wenn er mich nach dem Grund meiner Hoffnung fragen würde?“ könne etwa eine Frage lauten, mit der man sich neu konfrontieren könnte. Auch Gebet und die Feier der Liturgie seien eine Möglichkeit, das Anliegen der Tauferneuerung wachzuhalten für die Verlebendigung des eigenen Christseins. Zugleich betont der Erzbischof die wichtige Bedeutung der Neugetauften für die Kirche: sie seien „Gradmesser für die Vitalität der Gemeinschaft derer, die als neue Menschen leben“.

Quelle: Erzbistum-Paderborn.de


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