Kapelle St. Luzia, GrundsteinheimKatholische Kirchengemeinde St. Alexander Iggenhausen und St. Luzia, GrundsteinheimPfarrkirche St. Alexander, Iggenhausen

Aktuelle Neuigkeiten

Montag, den 25. Juli 2016, 18:46 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Pfarrnachrichten für die Zeit vom 1. bis 21. August

Am Sonntag, 7. August 2016 findet an der Annenkapelle Lichtenau der traditionelle Annentag statt. Seit sechs Jahren wird dieser Annentag als Pastoralverbundstag begangen. Aus diesem Grund findet in unserer Gemeinde an dem Wochenende kein Gottesdienst statt. Um 9.30 Uhr beginnt an der Annenkapelle die heilige Messe mit musikalischer Begleitung durch den Projektchor und des Blasorchesters Lichtenau. Im Anschluss an die heilige Messe bieten einige Verkaufsstände „Kuchen/ Würstchen und Getränke“ an. Im Rahmen des Pastoralverbundstags wird auch über den Hospizdienst informiert. Details können dem Pfarrbrief entnommen werden (weiter unten zum Download/zur Ansicht verfügbar).

Auch in der darauf folgenden Woche findet am Wochenende aufgrund der Urlaubszeit kein Gottesdienst in unserer Pfarrgemeinde statt.

Das Patronatsfest des Hl. Alexanders wird nach liturgischem Kalender am 11. August begangen - in diesem Jahr ohne Gottesdienst. Ausführliche Informationen zum Patronatsheiligen unserer Kirchengemeinde finden sich hier.

Am 21. August werden im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes mitgebrachte Krautbunde gesegnet. Diese Tradition wird normalerweise am 15. August, dem Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, begangen.

Ein Film des Erzbistums Köln von Marcus Laufenberg zeigt Marianne Frielingsdorf, welche erklärt, was in den Krautbund hineinkommt und wie man ihn bindet. Die Zusammensetzung des Krautbundes ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Der Film kann hier angesehen werden:

Marienlegenden

Obwohl es auch früher andere Feste gegeben hat, die mit einer Kräuterweihe verbunden waren, ist es heute fast überall nur noch das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Warum gerade dieses Fest mit Kräutern in Verbindung steht, lässt sich nur spekulativ beantworten. Wohl kaum dürften die Marienlegenden ursächlich sein: Nach der Legenda aurea wurde auf Weisung eines Engels dem Leichnam Mariens eine Palme vorausgetragen; als Christus selbst drei Tage nach dem Tod seiner Mutter auf Erden erschien, um sie auf ihrem Weg in den Himmel zu begleiten, berichtet dieselbe Legende, habe sich ein unaussprechlicher Duft verbreitet. Eine jüngere Legende erzählt, als man das Grab Mariens später geöffnet habe, seien nur Rosen vorgefunden worden.

Maria als „Blume des Feldes“

Eher ist wahrscheinlich, dass die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung brachten, dass Maria traditionell als „Blume des Feldes und Lilie in den Tälern” (Hoheslied 2, 1) verehrt und seit dem 5. Jahrhundert als ”guter und heiliger Acker” benannt wurde, der eine göttliche Ernte brachte, woraus sich die Darstellung Mariens im Ährenkleid entwickelte. Der Sachsenspiegel des 13. Jahrhunderts belegt den Brauch der Kräuterweihe: „… dat is zu Krudemisse [= Kräutermesse, -weihe] unser liben Frawn, als sei to himel voer” und das Weltbuch des Sebastian Franck von 1534 den damit in Verbindung stehenden Aberglauben: ”an unser frawen himmelfart da tregt alle welt obs / büschel allerley kreuter / in die kirchen zu weihen / für alle sucht und plag uberlegt / bewert. Mit disen kreutern geschicht seer vil zauberey”. Um sicher zu gehen, dass die Kräuter auch möglichst viel Segen „mitbekamen”, wurden sie vor der Kräutermesse teils unter das Altartuch gelegt, bis dies verboten wurde und Kräuter nur noch neben dem Altar postiert werden durften.

Anzahl und Auswahl der Kräuter waren nicht beliebig

Die Symbolhandlung - mit Gottes Hilfe die Kräfte der Natur zu Gunsten von Mensch und Tier einzusetzen - bezog auch die Anzahl und die Auswahl der Kräuter ein. Ihre Anzahl war nicht gleichgültig, sondern betrug - landschaftlich und zeitlich unterschiedlich - zwischen sieben oder 99 Kräutern: sieben (als die alte heilige Zahl) oder neun (also drei mal drei!) waren normal, aber auch zwölf oder 24, 72 oder gar 99 sind bekannt. Kräuter, die dabei Verwendung fanden, waren oder sind: Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Tausendgüldenkraut, Eisenkraut, und gelegentlich Wiesenknopf, Kamille, Thymian, Baldrian, Odermennig, Alant, Klee und die verschiedenen Getreidearten.

Geweihte Kräuter und ihre Verwendung

Die geweihten Kräuter wurden in Haus und Stall meist an der Wand („Herrgottswinkel”) angebracht. Man benutzte sie aber auch, um aus ihnen einen Tee zuzubereiten, der gegen verschiedene Krankheiten helfen sollte. Krankem Vieh wurden geweihte Kräuter ins Futter gerührt, geweihtes Getreide dem neuen Saatgut zugemischt. Bei Gewitter warf man die Kräuter ins offene Feuer, um Schutz gegen Blitz und Seuchen zu erlangen. Den Toten legte man in den Sarg ein Kreuz aus geweihten Kräutern.

Text: Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln; www.brauchtum.de - In: Pfarrbriefservice.de

Illustration

Hier kann der Pfarrbrief heruntergeladen werden (eignet sich auch zum Druck): Download (PDF, 0,8 MB). Um den Druck als Broschüre wie im Original hinzubekommen, sind je nach Druckertreiber individuelle Einstellungen zu treffen. Bei HP ist es bspw. so, dass für den Duplexdruck (sofern vorhanden) "Papier beidseitig bedrucken - An kurzer Kante spiegeln" und als Besonderheit Broschüre mit den Einstellungen "Bindung links" und Ausrichtung "Hochformat" zu wählen ist. Je nach Druckertreiber sind andere Einstellungen denkbar.

Die aktuelle Gottesdienstordnung für Gottesdienste in Iggenhausen und Grundsteinheim ist ansonsten ab sofort hier online und steht dort auch zum Ausdrucken zur Verfügung.


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