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Samstag, den 21. Februar 2004, 20:03 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Erzbischof Becker mahnt Beschäftigung mit dem Glauben an

"Eins meiner zentralen Anliegen ist es, die Einrichtung der Pastoralverbünde zügig abzuschließen", erklärte Erzbischof Hans-Josef Becker am Dienstag bei seinem Pastoralbesuch in den Dekanaten Herne, Wanne-Eickel und Castrop-Rauxel.

Rund 90 Prozent dieser Zusammenschlüsse von zwei und mehr katholischen Gemeinden seien bereits gebildet, berichtete der Erzbischof. Die Zusammenarbeit der Gemeinden vor Ort war ein wichtiges Thema in dem Gespräch von Vertretern der Kirchenvorstände, Pfarrgemeinderäte und der Hauptamtlichen aus den drei Dekanaten mit Erzbischof Becker. Außerdem ging es um die Wiederbelebung des Glaubens, die Sakramentenpastoral und Fragen der Ökumene. An dem Gespräch nahmen auch Prälat Alfons Hardt, Leiter der Abteilung Pastorales Personal im Erzbistum Paderborn sowie Prälat Winfried Schwingenheuer und Karl Josef Tielke von der Hauptabteilung Pastorale Dienste teil.

"Wie viele Gottesdienste braucht ein Pastoralverbund", fragte Pfarrer Thomas Poggel vom Pastoralverbund Herne-Ost. Er wies darauf hin, dass es eine deutliche Differenzierung bei den Zielgruppen gebe. So wünschten sich Familien einen Familiengottesdienst, für andere erscheine die Frühmesse unverzichtbar. Erzbischof Becker ermunterte in diesem Zusammenhang zu mehr Flexibilität in den Gemeinden. In Pastoralverbünden müssten die Kräfte konzentriert werden. Es gehe dabei nicht so sehr darum, bestimmte Zielgruppen anzusprechen, sondern um eine "einladende Liturgie in der sich jeder zu Hause fühlen kann". Daneben müssten aber auch neue Formen der Seelsorge, wie etwa die City-Pastoral entwickelt werden. Gerade in einem Ballungsraum wie dem Ruhrgebiet seien solche gemeindeübergreifenden Angebote wichtig.

Erzbischof Hans-Josef Becker rief dazu auf, weniger über Strukturen und mehr über den Glauben zu reden. Es gehe um eine Wiederbelebung des Glaubens in den Herzen der Menschen. Dass viele junge Menschen heute ohne Glauben aufwüchsen, sei "eine schmerzliche Erfahrung". Gemeindereferentin Birgit Terfloth aus dem Pastoralverbund Crange berichtete in diesem Zusammenhang von den Schwierigkeiten bei der Erstkommunionvorbereitung. "Das religiöse Leben ist in vielen Familien zum Erliegen gekommen", so Terfloth. Daher wachse die Bedeutung der katholischen Kindergärten bei der Vermittlung des Glaubens. Erzbischof Becker bestätigte dies und kritisierte zugleich die Kürzungen bei der staatlichen Finanzierung der katholischen Tageseinrichtungen für Kinder.

An die "Option der Kirche für die Armen" erinnerte Heinz Otlips, Referent für katholische Jugendarbeit im Dekanat Wanne-Eickel. Otlips verwies auf die Arbeit des Arbeitslosenzentrums in Herne und des Marcel-Callo-Hauses in Castrop-Rauxel, in dem behinderte Langzeitarbeitslose eine Anlaufstelle finden. Er sprach sich für eine bessere Vernetzung von ehren- und hauptamtlichen Diensten in der caritativen Arbeit aus.

Unter dem Stichwort Ökumene berichtete Dechant Karl-Heinz Pötter vom Dekanat Wanne-Eickel von einer guten Zusammenarbeit von evangelischer und katholischer Kirche und erinnerte an das ökumenische Kirchenfest im vergangenen Jahr. In seinem Eingangsstatement hatte Erzbischof Becker auf die Bedeutung einer ökumenischen Perspektive hingewiesen. Bei den drängenden Themen soziale Gerechtigkeit, Bioethik und Gottesbezug in der Verfassung sollten Christen beider Konfessionen mit einer Stimme sprechen. Diese geistigen Schwerpunkte müssten ein größeres Gewicht haben als Strukturfragen.

Quelle: Erzbistum-Paderborn.de


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