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Mittwoch, den 05. März 2003, 19:48 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Der Aschermittwoch - die Bedeutung dieses Tages

Der Aschermittwoch eröffnet die 40 tägige Fastenzeit, welche eine Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten an Ostern ist. Eigentlich sind es mehr als 40 Tage, aber die Sonntage sind von der Tagezählung ausgenommen, da wir an jedem Sonntag (also auch in der Fastenzeit) die Auferstehung Christi feiern (und diese Sonntage können daher keine Fasttage sein)!

Wie der Aschermittwoch zu seinem Namen kam

Seinen Namen erhielt der Aschermittwoch, weil Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres, am Aschermittwoch geweiht, und den Gläubigen auf Stirn od. Scheitel vom Priester gestreut (oder vom Diakon gezeichnet) wird.

Dabei spricht der Priester: "Gedenk o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrest du zurück".

Seit dem 11. Jht. ist dieser Brauch durch Papst Urban II. existent. Der Priester erinnert die Gläubigen damit, dass nun die 40 Tage der Buße und Verzichts gekommen sind und der Mensch sich auf Ostern (höchstes christl. Fest) mit Körper und Seele vorbereiten soll!

Im 12. Jht. wurde fest gelegt, dass die Bußasche von Palm- und Ölzweigen der Vorjahres gewonnen werden muss.

Die nachvatikanische Neuordnung der Liturgie besagt, dass diese Asche nach voran gegangenem Evangelium gesegnet und an die Gemeinde ausgeteilt wird.

Asche ist Symbol der Vergänglichkeit, der Buße und Reue. Schon die Menschen im alten Testament "hüllten sich in Sack und Asche", um ihrer Bußgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde auch als Reinigungsmittel verwendet, daher auch das Symbol für die Reinigung der Seele.

Die Zahl 40 kommt in der Bibel sehr oft vor: 40 Tage dauerte die Sintflut, 40 Tage war Moses auf dem Berg Sinai, 40 Jahre verbrachte das Volk Israel in der Wüste, 40 Tage fastete Jesus.

Übrigens: Aschermittwoch wurde der Teufel, der nach der Mär einst ja ein normaler Engel gewesen sein soll, aus dem Himmel geworfen, wegen Verstöße gegen die göttliche Ordnung!

Fasten und Buße

In der alten Kirche war der Aschermittwoch (in der lat. Liturgie: Quadragesima = der 40. Tag ) der Beginn der öffentlichen Buße (daher "österliche Bußzeit").

Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtszeit in der ausgelassen gefeiert wurde. Die Fastnacht oder auch Fasching und Karneval (lat. "carne vale" = "Fleisch, lebe wohl") genannte Zeit, war früher der Vortag von Aschermittwoch.

Heute sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag so genannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag satt essen und auf Fleisch verzichten sollten.

Das Aschenkreuz

Es wird als Symbol der Buße und Reinigung am Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet oder auf den Kopf gestreut. Die Asche für das Aschenkreuz wird aus den verbrannten Palmen- oder Buchsbaumzweigen gewonnen, die am vorjährigen Palmsonntag gesegnet wurden.

Bei dieser Kreuzzeichnung spricht der Priester die Worte: "Gedenke Mensch, dass du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren" oder "Kehrt um und glaubt dem Evangelium".

Asche ist das Symbol der Vergänglichkeit und das zentrale Symbol des Aschermittwoch. Mit dem Aschekreuz, das sich die Christen im Gottesdienst auf die Stirn zeichnen lassen, bekunden sie die Bereitschaft zur Umkehr und zu einem Neubeginn. Sich fastend einschränken, beim Essen und Trinken wie auch beim Konsum von Genussmitteln und möglicherweise anderen Genüssen, die vielleicht schon alltäglich geworden sind, ist eine Grundvoraussetzung zur Gesundung von Leib und Seele

Brauchtum des Aschermittwoch

Im Brauchtum hat sich am Aschermittwoch das Heringsessen (Heringsschmaus) als Fastenspeise eingebürgert, da man auf Fleisch verzichten soll.

Quelle: KirchenWeb.at


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