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Mittwoch, den 06. Juni 2007, 20:59 Uhr (veröffentlicht von Christian Hölscher) [Permalink]

Argentinischer Bischof zu Besuch in Grundsteinheim

Unverhofft kommt oft... So lautet ein gebräuchliches Sprichwort. Heute, zur Vorabendmesse zum Hochfest Fronleichnam um 19 Uhr in Grundsteinheim, hatten die Grundsteinheimer hohen und sehr überraschenden Besuch. Niemand Geringeres als ein Bischof zelebrierte zusammen mit Pfr. Hermann-Josef Sander die Eucharistie.

Bischof Roberto Rodríguez

Für eine Kapellengemeinde ist das etwas Außergewöhnliches. Bischöfe kommen in Kapellen meist "nur" zur Visitation, Firmungen werden in der Pfarrkirche gefeiert. Heute war es anders. Bischof Roberto Rodríguez aus Argentinien, genauer gesagt der Bischof des Bistums La Rioja (siehe Karte) ist aktuell zu Besuch in Lichtenau und hatte es sich nicht nehmen lassen, Pfr. Sander nach Grundsteinheim zu begleiten. In erstaunlich gutem Deutsch redete er in der Sakristei mit den Messdienerinnen, die jedoch offensichtlich so beeindruckt waren, dass sie nicht ganz viel antworteten, was er lächelnd mit "sie sind traurig" kommentierte und er dann schließlich fragte, ob wir keine Jungs in Grundsteinheim hätten! Auf die Feststellung, dass in Argentinien die Kirchenbesucherzahlen und die Religiosität sicherlich noch wesentlich ausgeprägter seien als in Mitteleuropa, antwortete er diplomatisch, dass es in den großen Städten wie Cordoba und Buenos Aires in Argentinien auch nicht viel anders als in Deutschland sei. Dazu käme das Problem mit Sekten. Nach der Messe sagte er mir noch, dass er in "seinem Dom" einen Organisten in ungefähr meinem Alter habe. Ob ich beruflich Organist sei, fragte er. Als ich verneinte und meinte, dass ich mich beruflich mit Steuern beschäftige, fragte er: "Steuern wie ein Auto steuern?" Ich meinte: "Nein, Steuern wie Steuern an den Staat bezahlen." Lohn war ein gespielt schockierter, schmunzelnder Gesichtsausdruck der Kategorie: "du meine Güte!" Mit einem Seufzer meinte er, der Hl. Matthäus sei ja schließlich auch Zöllner gewesen... Ein sehr sympathischer Bischof mit Humor!

La Rioja

La Rioja ist ein 92.100 qkm großes Bistum mit rund 321.000 Einwohnern, davon sind 91 Prozent katholisch. Die Bevölkerungsdichte beträgt 3,6 Einwohner je qkm. Das Bistum wird von 39 Priestern versorgt, davon sind 11 Priester Ordensleute.

Geboren wurde er in Témperley in der Nähe von Buenos Aires am 14. August 1936. Zum Priester wurde er am 31. Januar 1970 geweiht, am 12. November 1992 wurde er zum Weihbischof von Cordoba und Titularbischof von Pertusa ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 22. Dezember 1992 von Raúl Francisco Kardinal Primatesta. Am 23. Juni 1998 wurde Bischof Roberto Rodríguez zum Bischof von Villa María ernannt, den Bischofsstuhl von Villa María nahm er am 13. September 1998 in Besitz. Bischof Roberto Rodríguez wurde schließlich am 24. Mai 2006 von Papst Benedikt XVI zum Bischof von La Rioja ernannt. In Besitz genommen hat er den Bischofsstuhl des Bistums am 23. Juli 2006. Er steht in der argentinischen Bischofskonferenz der Kommission für pastorale Universitätsbildung vor und ist Mitglied in der Kommission für katholische Erziehung.

Der Dom des Bistums ist dem sehr bekannten hl. Nikolaus von Myra gewidmet, der Schutzpatron des Bistums ist. Die Gebeine des Heiligen wurden im Jahr 1087 nach Bari gebracht. In Argentinien wird er daher als San Nicolás de Bari verehrt.


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