Kapelle St. Luzia, GrundsteinheimKatholische Kirchengemeinde St. Alexander Iggenhausen und St. Luzia, GrundsteinheimPfarrkirche St. Alexander, Iggenhausen

Kapelle St. Luzia - Informationen

lt. Darstellung von Pfarrer Theodor Schmidt, 1912-1939.:

"Es sind keine Nachrichten darüber vorhanden, ob in Grundsteinheim in früheren Jahrhunderten eine Kapelle gestanden hat, wahrscheinlich ist es nicht der Fall gewesen.

Die jetzige Kapelle ist 1869 erbaut und im gleichen Jahr am 13. Dezember, dem Fest der heiligen Luzia benediziert. Die heilige Jungfrau und Märtyrin Luzia ist die Patronin der Kapelle, sie wird seit Generationen im Dorf verehrt.

Die Kapelle ist errichtet auf Kosten der Gemeinde Grundsteinheim. Die Bewohner haben ein Schriftstück unterzeichnet, durch welches sie sich verpflichten, stets für die Instandhaltung der Kapelle zu sorgen. Die Weihe der Kapelle wurde vollzogen am 13. Dezember 1870. Zur Kapellenweihe sind folgende Geschenke verzeichnet: Ein Kelch vom Freiherrn von Brenken in Wewer, dieser trägt dessen Wappen. Die Gemahlin des Freiherrn schenkte zwei Messgewänder. Die Freifrau von Haxthausen in Bökendorf schenkte ebenfalls ein Messgewand, eine Stola und ein Gedeck für die Kommunionbank. Auch von einigen Dorfbewohnern sind noch verschiedene Paramente geschenkt worden. Der erste Altar stammte aus dem Damenstift Neuenheerse. Dieser Altar ist später abgebaut. Der neue Altar ist in Münster angefertigt und von einem Herrn Kerstenbrock aufgestellt. Die erste Orgel stammte aus der Pfarrkirche zu Schwaney. Die folgende, erbaut 1901 von der Firma Feith, Paderborn für 1.900,-- Mark. Die ersten Gottesdienste an den Sonn und Feiertagen wurden von den Jesuiten gehalten. Seit 1913 wird mit Genehmigung des Generalvikariates, - Paderborn, den 14. Februar 1913, Nr. 2299 - , das Sanctissimum in der Kapelle aufbewahrt. Der Tabernakel, der hierfür neu erstellt wurde, ist von der Familie Kurte geschenkt und von Schlossermeister Peter Eickel in Paderborn angefertigt. Der Gottesdienst an den Sonn- und Feiertagen wurde,- wie schon erwähnt- von den Jesuiten gehalten bis zu deren Vertreibung gleich zu Beginn des Kulturkampfes.

Während des Kulturkampfes konnte kein regelmäßiger Gottesdienst gehalten werden. Da auch die Pfarrstelle in Iggenhausen von 1877 - 1886 verweist war, gingen die Leute nach Herbram oder Lichtenau zum Gottesdienst."

In den Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil, - 1967 - 1974 -, wurde die gesamte Innenausstattung mit Ausnahme der Bänke aus der Kapelle entfernt und eine neue Ausstattung angeschafft. Der jetzige Celebrationsaltar,- Jura Marmor- , wurde uns von der Pfarrgemeinde St. Josef, Marienloh geschenkt. Die Statuen St. Luzia und St. Alexander stifteten: Herr Bernhard Rebbe und Dr. Erich Neuwald aus Münster. Der Kreuzweg wurde 1975 von Herrn Hubert Schwarte aus Geseke angefertigt (Kosten: 4.500,--DM).

Im 1991 wurde noch eine grundlegende Sanierung an der Kapelle durchgeführt. Das Mauerwerk wurde im Erdbereich isoliert, die Außenwände neu verputzt und der Dachstuhl mit Turm zum größten Teil erneuert und das Dach mit Spanischem Schiefer neu eingedeckt.

Im Jahre 1994 wurde noch eine neue Heizung installiert. Die Neufassung des Innenraumes wurde 1996 von der Firma Ochsenfarth, Paderborn, ausgeführt. Die Beleuchtungskörper wurden ebenfalls erneuert und ein neuer Liedanzeiger wurde eingebaut.

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