Samstag, den 14. Dezember 2019

Johannes vom Kreuz, Ordenspriester, Kirchenlehrer (1591) bzw. Bahnlesungen (Samstag der 2. Woche im Advent) (w) (Weitere Informationen hier: Texte bzw. Texte)

Erste Lesung: Buch Jesus Sirach 48,1-4.9-11.

In jenen Tagen stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen.
Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl.
Auf Gottes Wort hin verschloss er den Himmel, und dreimal lieߟ er Feuer herniederfallen.
Wie ehrfurchtgebietend warst du, Elija, wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.
Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts.
Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten.
Wohl dem, der dich sieht und stirbt; denn auch er wird leben.

Psalm: Psalm 80(79),2ac.3bc.15-16.18-19.

Du Hirte Israels, höre!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine!
Biete deine gewaltige Macht auf,
und komm uns zu Hilfe!

Evangelium nach Matthäus 17,9a.10-13.

Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen
fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen.
Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Kommentar zum Tag:

Gott hat eine Zeit für seine Verheiߟungen festgelegt und eine Zeit, um zu erfüllen, was er verheiߟen hat. Die Zeit der Verheiߟungen war die Zeit der Propheten bis hin zu Johannes dem Täufer. Von da an bis zum Ende ist die Zeit der Erfüllung dessen, was verheiߟen wurde. Gott ist treu, der sich zu unserem Schuldner gemacht hat, nicht indem er etwas von uns empfinge, sondern indem er uns so Groߟes verheiߟt. Und es war ihm zu wenig, nur zu verheiߟen: Er wollte sich auch schriftlich verpflichten, indem er gleichsam einen Vertrag mit uns über seine Verheiߟungen abschloss, und zwar so, dass, wenn er damit beginnen würde, seine Verheiߟungen zu erfüllen, wir in der Schrift die Reihenfolge erkennen könnten, in der sich verwirklichen würde, was er verheiߟen hat. Deshalb war, wie wir oft gesagt haben, die Zeit der Prophetien die Vorhersage der Verheiߟungen.Er hat das ewige Heil verheiߟen, das selige Leben ohne Ende mit den Engeln; das unvergängliche Erbe (vgl. 1 Petr 1,4), die ewige Herrlichkeit, die Milde seines Antlitzes, die Wohnstätte seiner Heiligkeit im Himmel und durch die Auferstehung von den Toten keine Angst mehr vor dem Sterben. Dies ist seine Verheiߟung als das Ziel, auf das sich all unser Streben hinbewegt; und wenn wir dort angelangt sind, werden wir nichts mehr suchen, nichts mehr verlangen.Und den Plan, nach dem wir dieses Endziel erreichen, hat er uns durch seine Verheiߟungen und seine Ankündigungen aufgezeigt. Er hat den Menschen tatsächlich Vergöttlichung verheiߟen, den Sterblichen Unsterblichkeit, den Sündern Rechtfertigung, den Gedemütigten Verherrlichung.

Kommentar: Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Texte zur Verfügung gestellt von EvangeliumTagfuerTag.org